Einzel-, Kingsize-, Himmel- oder französische Betten
Das Bett ist eine uralte Erfindung der Menscheit und bietet ihm seit jeher Komfort und einen erholsamen Schlaf. Doch woher stammt die Idee des Bettes eigentlich, und welche unterschiedlichen Bauarten gibt es?
Das Bett ist ein Möbelstück, das vornehmlich dem Schlafen dienen soll, es wird aber meist auch zum einfachen Entspannen genutzt, oft in Verbindung mit einem Fernseher. Im Kern besteht jedes Bett, egal welcher Bauart, aus einem Gestell, auf das eine Matratze gelegt wird. Zum kuscheligen Schlaferlebnis gehört natürlich noch mindestens ein Kopfkissen und eine Bettdecke dazu.
Die Geschichte des Bettes als Ruheplatz ist so alt wie die der Menschheit selbst. Echte Betten, wie wir sie heute kennen, gab es wohl erstmals im alten Ägypten, im antiken Griechenland und im römischen Imperium. Hier wurde das Bett allerdings nicht nur als Schlafort verwendet, es fand auch als einfache Liege zur Entspannung und als Liegeplatz zur Essensaufnahme Verwendung. Der Brauch, Wohn- und Schlafräume voneinander zu trennen, kam nämlich erst gegen Mitte des Mittelalters auf. So hatten im Mittelalter beispielsweise Himmelbetten Hochkonjunktur. Diese Art des Bettes zeichnete sich vor allem durch die angebrachten Vorhänge aus. Diese wurden bei Nacht zugezogen, um die Wärme im Bett zu halten und die Kälte der umliegenden Räume auszusperren. Aber nicht nur die Bauart von Betten änderte sich mit der Zeit, sondern auch deren Größe. Waren die Betten in der Antike nicht größer als 1,7 Meter mal 0,7 Meter, so haben heutige Betten, wie beispielsweise das französische Bett, ein Ausmaß von 2 Metern mal 1,6 Metern. Diese Größe ist für eine Person mehr als ausreichend, oft schläft man aber zu zweit in einem solchen Bett. Doch es geht durchaus noch größer. Sogenannte „Kingsize“-Betten haben die gewaltigen Ausmaße von 2 Metern mal 2 Metern zu bieten.
Aber nicht nur die Größe der Betten wurde verändert, es fand auch eine Spezialisierung statt. So entstanden im Laufe der Zeit Etagenbetten, die das Schlafen von mehreren Personen auf engstem Raum erlauben. Vor allem beim Militär und bei der Marine fand diese Neuerung begeisterten Zuspruch. Aber heute gibt es auch exotische Vertreter der Betten, so beispielsweise den Futon. Diese aus Japan stammende Bettart ist meist eine einfache, harte Matratze, die auf den Boden gelegt wird.
27.07.2010